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Ein Film- und Bühnenkomponist und der Organist des Latein-Amerikanischen
Rabbinerseminars? Geht das zusammen?
Es geht! Und wie!
Das Duo Lerner y Moguilevsky
dürfte einer der spannendsten Acts sein die seit einigen
Jahren die internationale Klezmer-Szene auffrischen. Mit einem
reichhaltigen musikalischen Background versehen, spielen diese
beiden Ausnahmekünstler seit 1981 zusammen und reihen
seitdem auf nahezu unheimliche Art einen Erfolg an den anderen.
Unter dem Namen Grupo Comedia
nehmen die beiden (ausgebildeten Komponisten) zwei Alben auf,
die ihnen erste größere Anerkennung über die
Landesgrenzen hinaus einbringt. Musikalisch eine Mischung
aus der Musik Ihrer Vorfahren (russisch- bzw. polnisch-jüdische
Emmigranten) und populärer Kammermusik. Unter diesem
Namen wirken die beiden auch als Bühnenmusiker bei gefeierten
Aufführungen von Weills "Dreigroschenoper"
sowie dem Stück "Canto Latin-American con Pepe Soriano"
im "Teatro Municipal General San Martin" mit.
Das Debüt-Album als Lerner y Moguilevsky etabliert das
Duo als den Klezmer-Act Südamerikas
und beschert ihnen ein überwältigendes Medien-Feedback.
Unzählige Konzerte in Argentinien, sowie Auftritte in
Toronto und New York folgen. Das Duo erhält Einladungen
auf Festivals in Hong Kong, Venezuela, Ungarn und anderen
Ländern, die dann 1997 zu einer Zusammenarbeit mit dem,
nicht zuletzt durch seine Projekte mit Bill Laswell bekannten,
Schlagwerker/Vokalisten David Moss
führen.
Im selben Jahr nehmen sie als einzige jüdische Musikgruppe
an "Memoria Activa", dem wichtigsten Festival für
populäre argentinische Musik, teil. 1998 wird ihr Stück
"Freilach in Cm" vom "Swiss Klezmer Festival"
(Luzern, Schweiz) für das CD-Projekt "Klezmer for
Kosovo" ausgewählt. Letzte Höhepunkte dürften
ihre Auftritte im Sommer 2000 auf dem Jewish
Music Festival London sowie der international renommierten
Knitting Factory in New
York gewesen sein.
Mit ihrem aktuellen Album "Basavilbaso"
(übrigens der Name einer der ersten jüdischen Niederlassungen
in Argentinien) hat das Duo zweifelsohne eines der aufregendsten
Klezmer Alben überhaupt geschaffen. "Basavilbaso"
wurde zunächst in Argentinien, kurze Zeit später
auch im Rest Südamerikas, zu ihrem bislang erfolgreichsten
Output. Völlig zu recht!
Neben einer wunderschönen Covergestaltung überzeugt
"Basavilbaso"
durch eine in jeder Hinsicht gelungene Gratwanderung zwischen
Klezmer, Film- und Bühnenmusik sowie argentinischer Folklore.
Diese Musik läßt Filme im Kopf des Hörers
entstehen. Ein Album zum Träumen und Wegdriften. Ein
Album das in seiner schlichten, unspektakulären Schönheit
(und dennoch handwerklich überragend eingespielt) seinesgleichen
sucht.
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| Cesar Lerner - Piano, Akkordeon |
| Marcelo Moguilevsky - Klarinette, Bass-Klarinette,
Sopran Sax, Harmonika, Gaita, Duduk |
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